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Im Oktober

 

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Tag! Wir starten um 9 Uhr mit einem Reformationsgottesdienst in Esterwegen. Es folgt um 10.30 Uhr ein schöner Gottesdienst, in dem der Beirat unserer Gemeinde feierlich eingeführt wird. Herzlich willkommen.

EinBlicke

Der Herbst hat es in sich! In den Ferien haben wir mit Kindern in Esterwegen und Werlte gewerkelt und gebastelt. Ein schöner Tag!

Im Kindergottesdienst haben wir mit den Geschichten von Martin Luther begonnen: Reformation mit Leben füllen. Eine Lutherrose wurde von den Kindern angemalt. Viel spannendes wird noch folgen.

Wenn Luther heute wählen müsste …

Wenn Luther heute wählen müsste

Premiere des Kurzfilmes: 31.10. 2017 ++ FSK: ab 12 Jahren
Regie: Christina Schneider ++ Produktionsstadt: Erfurt
Er ist wieder da, Martin Luther. Knapp 500 Jahre nach seinem Wirken erwacht er im Jahr 2017 im
Augustinerkloster in Erfurt. Gänzlich irritiert läuft er durch die Straßen Erfurts, will sich ein Bild von
der neuen Welt machen und wird dabei von keinem einzigen Passanten erkannt. Er wundert sich,
dass ihn keiner mehr erkennt.
Luther stößt auf einen Kiosk und informiert sich über die aktuellen Geschehnisse. Dabei liest er
etwas ihm nicht Begreifliches- die Bundestagswahlen. Für ihn ist es völlig unklar, dass das Volk
seinen Herrscher wählt. Luther erinnert sich an das Jahr 1505 in Erfurt. Die chaotischen Zustände
des Jahres brachten ihn zu der Auffassung: Es ist besser eine schlechte Herrschaft zu haben als
gar keine. Später als sich die Bauern erhoben, stellte er sich auf die Seite der Fürsten. Er kann es
gar nicht fassen, dass es Parteien gibt, die eine Regierung bilden.
Nachdem Luther eine Weile an dem Kiosk verbrachte, möchte er sehen, ob es den Dom noch gibt.
Auf dem Domplatz angekommen, trifft er anlässlich der Wahlen auf den ersten Stand einer Partei.
Ein Redner spricht davon, dass Deutschland islamisiert wird und dass Muslime das Land
überschwemmen. Luther erinnert sich, dass die Türken in Europa eingefallen waren und denkt an
seine Schriften gegen diese Ungläubigen. Luther applaudiert kräftig. So kommt er an dem Stand
ins Gespräch und stellt fest, dass diese Partei die Flüchtlinge, die Armen aus aller Welt nicht
aufnehmen will und es ihnen dabei keineswegs um den christlichen Glauben geht.
Auf der Suche nach einer Partei, die sich um die Bedürftigen und Armen kümmert, fällt ihm ein
roter Stand auf. Luther ist begeistert, weil sich um alle Menschen gekümmert werden soll und so
hofft er, dass dies aus christlicher Nächstenliebe passiert. Doch als Luther anfängt über Jesus
Christus zu predigen, muss er feststellen, dass er ausgelacht wird.
Er wendet sich ab und sucht ein schönes Fleckchen Grün. Bei dieser Partei mit den grünen
Regenschirmen stellt er sich vor zur Ruhe zukommen. Doch was die Frau mit dem strubbligem
Haar ihm erzählt, bleibt ihm suspekt. Er weiß nichts mit Windrädern und Atomkraftwerken
anzufangen. Wieso sollte man die Natur schützen, sie ist doch da?
Er muss weiter und bleibt bei einer Partei hängen, die sich christlich nennt. Er sucht am
Parteistand die Bibel, doch er liest nirgends etwas von Jesus. Es handelt sich um Wirtschaft,
Bildung und viele gute Werke, aber Worte aus der Bibel findet er nicht.
Nachdem er sich alle Parteistände auf dem Domplatz angesehen hatte, hält Luther lauter Flyer in
der Hand. Zu seinem Entsetzen stellt er fest, dass der Dom immer noch katholisch ist.
Und so geht er zurück zum Augustinerkloster.
Auf dem Weg dorthin macht er Halt. Er setzt sich an das Ufer der Gera und beobachtet, wie das
Wasser friedlich plätschert. Aus seinen Flyer faltet er Bote und lässt eines nach dem Anderen
schwimmen. Zufrieden schlägt er den Römerbrief der Bibel auf.

Reformation feiern …

Hier stelle ich Ihnen und Euch weitere Veranstaltungen in den Monaten Mai und Juni vor. Herzlich willkommen!

Mai 2017

  • 16. Mai 2017, 19.30 Uhr, „Singen wir nicht, so glauben wir nicht! Martin Luther und seine Lieder“, Vortrag von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Kloster Frenswegen, Klosterstr.6, Nordhorn
  • 19. Mai  – 31. Oktober 2017, „Wietmarschen und die Reformation“, Ausstellung im Auftrag der Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Johannes Apostel, Wietmarschen, Kloster Frenswegen, Klosterstr.6, Nordhorn
  • 27. Mai 2017 Zur Premiere von „Luther“ auf der Waldbühne Ahmsen spricht unser Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Karten unter 05964 / 1027 Was bedeutet uns Luther heute? Hat er uns überhaupt noch etwas zu sagen?
    Die Waldbühne Ahmsen versucht darauf in der Spielzeit 2017 eine Antwort zu geben! Das Ensemble der Waldbühne Ahmsen wird im Jubiläumsjahr der Reformation die entscheidenden Jahre im Leben und Wirken Luthers in groß angelegten Bildern auf die Waldbühne bringen. Das Spiel beleuchtet Situationen Luthers als Mönch und Professor aus Wittenberg. In der Inszenierung sollen dem Zuschauer die Beweggründe für sein Handeln näher gebracht und die vielen Konflikte der damaligen Zeit aufgezeigt werden.

Juni 2017

  • 19. Mai  – 31. Oktober 2017, „Wietmarschen und die Reformation“, Ausstellung im Auftrag der Röm.-kath. Kirchengemeinde St. Johannes Apostel, Wietmarschen, Kloster Frenswegen, Klosterstr.6, Nordhorn
  • 1. Juni 2017, ganztägig, Konfirmandentag des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim zum Thema Reformationsjubiläum,  Kloster Frenswegen, Klosterstr.6, Nordhorn
  • 3.Juni 2017, 19.30 Uhr. Waldbühne Ahmsen Vor der Aufführung von „Luther“ findet ein Gottesdienst statt mit einer Gastpredigt des evangelischen Pastors Detlef Stumpe aus Haselünne. Karten unter 05964 / 1027
    Was bedeutet uns Luther heute? Hat er uns überhaupt noch etwas zu sagen?
    Die Waldbühne Ahmsen versucht darauf in der Spielzeit 2017 eine Antwort zu geben! Das Ensemble der Waldbühne Ahmsen wird im Jubiläumsjahr der Reformation die entscheidenden Jahre im Leben und Wirken Luthers in groß angelegten Bildern auf die Waldbühne bringen. Das Spiel beleuchtet Situationen Luthers als Mönch und Professor aus Wittenberg. In der Inszenierung sollen dem Zuschauer die Beweggründe für sein Handeln näher gebracht und die vielen Konflikte der damaligen Zeit aufgezeigt werden.
  • 9. Juni 2017, 16.00 – 18.00 Uhr, Frauen im Mittelalter: Katharina von Bora und Goose Sienken; Autorenlesung mit Margret Koers in „Käthes Bauerngarten“ im Nazarenergarten Twist. Margret Koers liest aus ihrem Buch zur Lebensgeschichte der Goose Sienken (Gänse-Gesina), historische Ereignisse und viel Hintergrundwissen rund um die Geschichte der Stadt Meppen und des Emslands vereinigen sich in spannender Lektüre. Im Anschluss: „Sagt dem Doktor Martinus, ihn würde ich nehmen“, Lesung aus dem historischen Roman „Die Frau des Reformators“(von Karin Jäckel), Ort, Gartenanlagen der Nazarethkirche Twist, Am Kanal 44, 49767 Twist, Kostenbeitrag 8 €.
  • 9. Juni 2017, „Die lange Nacht der Kirchen“ in allen Innenstadtgemeinden Nordhorns, Veanstalter: ACK Nordhorn
  • 10. Juni 2017, Veldhausen. Ökumenisches Gemeindefest im Bereich der kath. und luth. Kirche, Kreuzung Bahnhofstraße/Hachtdiek. Ein Projekt der ACKV. Informationen unter Pn Remmers-Thielke: 05941/5530

Quelle: www.500plus.wir-e.de

Ein Brief an Luther. Gedanken zur Reformation 2016

von Pfr. Otto W. Ziegelmeier

Lieber Martin,

Reformationstag und Reformationsjubiläum sind ein guter Anlass, über uns beide nachzudenken. In letzter Zeit bist du scharf kritisiert worden, zuweilen zu Recht. Jedoch hast Du niemals behauptet, ein Heiliger zu sein. An die Unfehlbarkeit hast du nie geglaubt, auch nicht an die deinige. Geglaubt ganz fest hast Du aber, dass Gott dich liebt, dich annimmt, so wie du bist, – allein aus Gnade, allein aus Glauben. Sola Gratia, Sola Fide. Daher hast Du gegen den Ablass gekämpft, in dem man sich angeblich für Geld von Sünden loskaufen und sich einen gütigen Gott kaufen kann.

Du hast dazu 95 Thesen aufgestellt, verteilt und zur Diskussion gestellt, – damit hast Du das Abendland verändert. Ich vermute mal, Du hast sie am 31.10.1517 nicht an die Schlosskirche von Wittenberg genagelt, – erzähl mir mal, wie’s wirklich war „am Ende aller Tage“. So wurde auf jeden Fall dieser 31.10. zum Reformationstag.

Ich hätte den 18. April 1521 als Reformationstag gewählt. Du erinnerst Dich? Da hast Du Deine Schriften vor dem Kaiser, den Fürsten und Bischöfen Deine Schriften verteidigt: „Widerrufen kann und will ich nichts, weil es weder sicher noch geraten ist, etwas gegen sein Gewissen zu tun.“ Das war sehr mutig von einem kleinen Bettelmönch, der weltlichen und geistlichen Obrigkeit so zu widersprechen und über sie alle das eigene Gewissen zu stellen! Respekt, Martin!

Natürlich bin ich Dir dankbar für die Übersetzung der Bibel in eine wunderbare deutsche Sprache, damit sie jeder lesen kann. Keinen Pfennig wolltest Du dafür haben. Daher können wir heute von Erfahrungen mit Gott lesen und die alten Gebete der Christenheit mitbeten. An der Bibel müssen sich Konzile und Päpste messen lassen. Sola Scriptura.

Dankbar bin ich Dir für Dein Eintreten für Toleranz, Geschlechtergerechtigkeit, Frauen in kirchlichen Ämtern und dass Männern keine Zacke aus der Krone fallen wird, wenn sie mal – wie auch Du getan hast – Windeln waschen.

Dankbar bin ich Dir auch, dass Du die Tyrannen zittern lässt. Denn als Christ soll man zwar Ungerechtigkeiten hinnehmen. Aber: Es kann sein, dass ein „Fürst“ verrückt wird. Dann kann es unvermeidbar sein, Schuld auf sich zu laden und diesen zu stoppen.

So habe ich Dir und Deinen Mitdenkern und Mitstreitern viel zu verdanken: Jan Hus, Heinrich Bullinger, Johannes Calvin, Philipp Melanchthon, Ulrich Zwingli und natürlich auch Katharina Zell, Argula von Grumbach und „Herr Käthe“, – Deine liebe Frau. Deren Bier hätte ich zu gerne mal probiert. … ich weiß, – wenn wir uns wiedersehen.

Summa summarum: Besonders bin ich Dir dankbar, dass Du mich lehrst, auf mein Gewissen zu hören, und dass Du mir zeigst, dass mich nichts von Gottes Liebe trennen kann. Das ist Wegweisung und Trost zugleich!

In Dankbarkeit

(Quelle: www.theology.de)